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6 (1853)
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Glauben des Gemüthes, in Empfindung und Frucht der Werke.Es ist keine bloße Gefühlsrcligion, voll sinnlicher Anhänglichkeitzu Jesu, voll Inbrunst und Gebet: sondern sic ist heiter, wieLas Licht der von Gott gegebenen Vernunft, zu Allem erweckend,was wahr, recht, gut und nützlich, was vor Gott und Menschenangenehm ist. Es ist keine bloße Werkhciligkcit, die sich begnügt,kein Nebels zu thnn, überall das Gute zu stiften, und rechtschaffenin alle» Thatc» und Worten zu sein: sondern ein inniges Glau-ben des uns gcoffcnbartcn Heiligthums, ein Lieben Gottes undder Menschheit, ein kindliches, zuversichtliches, ruhiges Hoffender Ewigkeit. Ist nicht unser gcsammtes Wesen von den Flam-men des Evangeliums erwärmt: so sind wir noch nicht demGottcsrcich ganz angchorig.

O Evangelium, Himmelsbotschaft! meines Jesu Gabe! oKraft Gottes, Macht der Heiligung, durchstrvme, stärke, erhebemich! Und Du, Vater im Himmel, der Du Deinen Sohnsandtest, die sündige Welt zu retten, laß mich die WirkungenDeines heiligen Geistes gnadenvoll empfinden. Denn Du Hstmein Glauben, mein Lieben, mein Hoffen. Heiligung durch dasEvangelium ist meine Sehnsucht! Sie sei cs ewig! Amen.

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Die Liebe als Leidenschaft.

Spr. Sal. 4, 23.

Die Schönheit )nhrt, doch nur die Amnuth sieget,lind Unschuld nur behält der Liebe Preis;

Die Unschuld, die von keiner Schminke weiß,

Als Edleö sich nur zu dem Edcln füget,

Der Tugend nur gefällt und harmlos sieget,

Vom Nasen wilder Leidenschaft nicht weiß.