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6 (1853)
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Frömmigkeit, in gottgefälligen Maten: so ist das Evangeliumwieder von Seiten Gottes eine himmlische, seclcnerhcbendc Wir-kung ans uns, eine Kraft Gottes, die unser ganzes Inneres,unsere Gedanken und Gefühle durchdringt und beseligt.

Wer im Sinne Jesu denkt und handelt, der lebt in Jesu;dem wird sein Evangelium zur wunderbaren Gotteskraft, durchwelche er mächtig ist zu allem Guten, Großen und Heiligen;den stärkt die Heiligkeit seines Bewußtseins auf allen Wegen,in allen Unternehmungen; der fürchtet keine Unfälle, denner ist mit Gott, und wandelt auf Erden schon im Gotteörciche;der fürchtet in dem, was er Gutes leisten will, keine Ge-fahren, keine Hindernisse: denn Gott ist durch ihn mächtig,und die geringsten Mittel sind groß genug, das Nützlichste undHeilsamste zu vollbringen, so schwer cs auch anfangs ausführbarzu sein scheint; der fürchtet keinen Menschen, sondern groß durchein uncntwcihtes.Gewissen, mit dem er froh dasteht vor dem all-gegenwärtigen Gott, tritt er unverzagt Jedem, auch seinemFeinde, auch dem Mächtigsten, unter die Augen; der fürchtetkeine Schicksale: denn welche ihn auch, gleich andern Menschen,treffen können,-er empfindet in sich eine Gotteskrast, vor wel-cher alle Verhängnisse schwach werden. Der Glaube überwindetAlles. Was ihm die Wirklichkeit raubt, gibt ihm die Hoffnungwieder; was ihm das Leben nimmt, beut ihm die Ewigkeit wie-der dar.

Und ausgerüstet mit dieser Gotteskrast, welche die Religiondem Menschen verleiht, bestreitet er siegreich die Tücke des wan-kelmiithigcn Glücks. Man entreiße ihm Wohlstand, Bequemlich-keit, Ansehen, Ehrcnstellen und was die Erde Angenehmes ge-währen kann: er trägt einen ganzen Himmel in seiner Brust,die Zufriedenheit mit dem, was Gott gcthan; die Zuversicht auf