Wellkinvcr; entehren sic mit Verdächtigungen; helfen mir denen,die mit ihnen gemeine Sache treiben; hassen die, welche nicht sodenken, wie sic; — o wahrlich, ihrer ist nicht das Himmelreich,denn in ihnen wohnt nicht die Liebe Jcsn gegen alle Menschen,nicht der hohe Geist des Allerbarmers, der auch für die Sün-der starb.
Lassen wir uns also nicht irre machen durch die, welche seltenin den Kirche», bei den Sakramenten, in den häuslichen Bet-stunden und fromme» Zusammenkünften, bei Wallfahrten undMessen fehlen,-aber in ihrem Herzen Böses treiben; mit ihrenFüßen nach Ruhm und Auszeichnung laufen; mit ihren Augennach verbotenen Früchten gelüsten; mit ihren Lippen spotten undandere Menschen verkleinern; mit ihren Händen lieber nehmen
als geben-ihrer ist nicht das Himmelreich! — Zn ihren
schlechten Werken zeigen sie ihren schlechten Glauben. Denn dasReich Gottes stehet nicht in Worten, sondern in der Kraft!
Lassen wir uns nicht irre machen durch diejenigen, welchemehr von Gott und göttlichen Dingen, mehr von Zesu Christiund seiner Person, mehr vom Zustand und Schicksal der Seelennach dem Tode, als wir, zu wissen glauben. — Denn das Evan-gelium ist keine dunkle Wissenschaft, sondern voll göttlicher Wahr-heit, einleuchtend jeglichem Verstände, und mit ihren Schätzenselbst nicht dem Kinde verschlossen. Das Evangelium von Chri-sto soll uns nicht gelehrter machen und reicher an Erfahrungaller Art, die für dieses Leben nützlich ist, gleich andern Wissen-schaften, Künsten und Handwerken; das Evangelium stehet nichtin Worten, sondern cs ist eine Kraft Gottes, welche selig machtAlle, die daran glauben.
So wie die ächte JesuSrcligion von Seiten des Menschennicht bloß in einem Glaubensbekenntnisse, in Worten, in Zere-monien besteht, sondern in Kraft, das heißt, in Werken der