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denn eine Wortmacherci; ei» beständiges, strenges Beobachtenäußerlicher kirchlicher Gebräuche; ein Versäumen höherer Pflich-ten, um sich nur so oft, als möglich, in Len Kirchen zu zeigen;ein fleißiges Besuchen sogenannter Bctstnndcn, um da, oft mitsehr erloschener Andacht, oft mit unreinen Gefühlen des Hassesund Neides, lange Gebete und viele Worte zu machen; ein Nen-nen zu Messen und Wallfahrten, um da mit vielen Gebeten denHimmel zu verdienen, den sie im bürgerlichen Leben durch Ueppig-kcit, Schadenfreude, Unkcnschhcit, Eigennutz und mancherlei un-gottseligen Wandel von sich entfernen! Irret euch nicht,Gott läßt sich nicht spotten! Nicht an ihren Worten,an ihrem andachtvollen Acußern, nein, an ihren Werken, anden Früchten ihres Glaubens, sollt ihr sie erkennen.

Denn das Reich Gottes stehet nicht in Worten, sondern inder Kraft. Wer Ohren hat zu hören, der höre.

Es ist aber keine Kraft, wo nicht dieselbe durch Thatcn ge-zeigt wird. Darum spricht die heilige Schrift: Seid aber Thätcrdes Wortes »nd nicht Hörer allein, damit ihr euch nicht selbstbetrüget. Was hilft es, lieben Brüder, so Jemand sagt, erhabe den Glauben und hat doch die Werke nicht? Kannauch der Glaube allein selig machen? Der Glaube,wenn er nicht Werke hat, ist todt an ihm selber. Du glaubst,daß ein einiger Gott sei. Du thust wohl daran; die Teufelglauben cs auch und zittern. Willst du aber wissen, du eitlerMensch, daß der Glaube ohne Werke todt sei? (Jak. 1, 22;2, 14. 17. 19. 20.)

Lassen wir uns also nicht irre machen durch diejenigen, welcheglauben und behaupten, wenn sic viele Worte machen, sie habenden Glauben und das Verdienst Jesu, und verkünden ihren Glau-ben, treiben aber in der Stille Wucher und die Werke desGeizes; übervortheilen ihre Nebenmenschcn, verdammen sie als