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deines Gemiuhs wieder her; mache dich von den tranngcn Kor-stcllungcn gewaltsam los, die dich unglücklich machen. Denn ebendarum, weil sie dir keine Beruhigung gewähren, sind sie nichtgöttlicher Natur, sind sie nicht wahr. Denn die Lehre von Jesuist eine Kraft Gottes, selig zu machen, nicht aber in stilleVerzweiflung zu versetzen. Menschenirrthnm allein kann unsElend geben. Entschlage dich, Zweifler, wenn dein Heil dirlieb, deine Seligkeit ans Erden dir thcncr ist, entschlage dichplötzlich aller spitzfindigen Fragen oder Forschungen. Laß sie einst-weilen auf sich beruhen. Meide die Einsamkeit. Zerstreue dichunter nützlichen Arbeiten. Söhne dich mit der Welt, mit derNatur ans, wie sic dir ehemals erschien. Handle edel, menschen-freundlich, mit aller Aufopferung für das, was gut und rechtist — und dann, für das Ucbrige, was du nicht weißt, aberdoch ahnest, doch wünschest, laß den walten, der dich in dieswunderbare Weltall rief, und der für das Glück auch des klein-sten Wurmes in der Wüste sorgt, und für den ewigen Gang derGestirne, die sich regen in wunderbarer Ordnung, ohne daß dudarum weißt. — Forsche und grüble nicht weiter. Laß, worüberdir Zweifel werden wollen, ruhigen Sinnes dahingestellt sein.Denke an diese Gegenstände nie ernsthaft. Denn deine Urtheils-kraft hat nun einmal schon eine falsche Richtung, dein Gemütheine nachthciligc, einseitige Stimmung empfangen. Dein For-schen, wie du eS jetzt treibst, ist dennoch eitel. Es führt dichdennoch immer zu derselben trostlosen Stelle hin, von der duansgingst. Laß ei» Zahr und mehr an dir vorübergchcn. Wandlenur vor dem allgegenwärtigen Gott, und sei fromm. Dann, —dann wirst du einst unerwartet einen Tag erleben, da deine Seelevon ihrer Krankheit genesen, frei, unbefangen, Gott, Ewigkeitund Leben in ganz andcrm Lichte erblicken wird — einen Tag,da das Evangelium in dir zur ticfwirkendcn Gotteskraft wird.