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ersten unbemerkten Samen hinstreuten, und keimten und großwurden.
Nicht die äußern Kleinigkeiten sind an sich die Urheberunsers Gut- oder Schlcchtseins, sondern die verborgenen Ei-genthümlichkcitcn unsers Gemüths; dunkle Vorstellun-gen, dunkle Gefühle. Diese entscheiden über das Wohl und Wehennscrs Lebens.
Jesus Christus, der tiefe Menschenkenner, welcher mit gött-lich-klarem Blicke die Natur der schwache» Sterblichen durch-schaute, kannte diese Quelle uuscrs Verderbens gar wohl, undden Einfluß der Kleinigkeiten von außen auf unsere Gesinnungen.In der bildlichen Sprache deö Morgenlandes, und um ganz vondenen verstanden zu werden, zu welchen er redete, drückte er sichdarüber aus. Dahin gehört die merkwürdige Stelle in seinerBergpredigt: Acrgcrt dich aber dein rechtes Auge, so reiß cSaus und wirf es von dir. ES ist dir besser, daß eines deiner Glie-der verderbe, und nicht der ganze Leib in die Hölle geworfenwerde. Acrgcrt dich deine rechte Hand, so haue sic ab, undwirf sic von dir. Es ist dir besser, daß eines deiner Gliederverderbe, und nicht der ganze Leib in die Hölle geworfen werde.
, Matth. 5, 29. 30.)
Bei diesen Bildern, die Jesus nicht wörtlich genommen wis-sen wollte, dachte er keineswegs, daß uns das Auge oder dieHand selbst ärgern, das heißt, zur ungerechten Handlung ver-leiten könne, sondern er deutete damit mehr auf jene kleinenUmstände, welche ans die Gcsinnungsart der Menschen wirken.Er forderte keine wirkliche Selbstverstümmelung des menschlichenKörpers, sondern die Aufopferung derjenigen Ursachen, und wennsic uns auch noch so lieb wären, durch welche wir zum Sündigengereizt werde».
Es ist also von der größten Wichtigkeit für uns, daß wir in