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6 (1853)
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seliges Gcmüth werden und sein kann. Ich weiß, daß nurKummer und Unruhe auf Erden sind, weil der Mensch sich selbstim Wahnsinn jedes Nebel bereitet, wenn er von dem LebcnsbcispiclJesu Christi, von der Tugend abtrünnig wird. So erneuere ichhiermit vor Dir, Allgegenwärtiger, die Gelübde meiner erste»Liebe; ich will zurückkchrcn zu meiner Unschuld, zu meinemHimmelsfricdcn. Ich will die mit mir erwachsenen und stark ge-wordenen Fehler austilgcn, damit ich ganz der Tugend angchörcnkönne; durch die Tugend aber Jesu Christo, dem ich mich imBund der Taufe zusagtc; Jesu Christo aber, um, Gott, meinGott, mein Batcr und mein Richter, Deiner Gnade, Deinerunendlichen Liebe anzugchörcn. Amen.

Ltt.

Kleine Ursachen, große Wirkungen.

Matth. 5, 29. 30.

Um auch den klcinstcn SündenMit Vorsicht zu entflieh'»,

Lass lebhaft mich empfinden,

Daß sie zu größer» zieh'»!

Sich gern mit Laune» brüsten,

Sich Schwäche» gern verzeih'»,

Heißt sein Verderben rüsten,

Und Lasterthatcn strcu'n.

Mein Herz kan» bald verzagen,

Bald wieder trotzig sein,

Hier bald Vcrbot'ncS wagen,

Dort bald das Gute scheu'»;

Kann leicht sich hintcrgchcu,

Will seiner Lüste Spiel,

Durch sich getäuscht, nicht scheu,

Und trauet sich zu viel.