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So, mein erhabenes Vorbild, göttlicher McnschcnbcglückerJesus Christus, werde ich in Deiner Weisheit weise sein,und mit den Vergnügungen des Daseins die höchste Freude einerreinen Seele, die Freude des Wohlthuns, verbinden. Amen.

1L.

Des Lasters Beschönigungen.

Spr. Sal. 24, 24.

Lass, o Du, der Wahrheit Licht!

Mich mir selbst nicht treulos werden;

Scherzen nie mit meiner Pflicht;

Nicht mit Worten und GebcrdcnDas entschuldigen voll List,

WaS an mir verächtlich ist.

Nein, ich will aus EitelkeitNie zur Heuchelei versinken;

Nie der Sünden HäßlichkeitMit dem Glan; der Tugend schminken.

Wer der Hölle Weihrauch streut,

Hat sich ihr schon halb geweiht!

Ä8ic steht doch der Mensch mit sich unaufhörlich im lautestenWiderspruch! Wie selten ist er doch mit sich selbst einig! Erhängt seine» Lieblingssündcn und übel» Neigungen an, als führteihre Befriedigung ihn zur höchsten Glückseligkeit, und doch ver-flucht er sic im gleichen Augenblick, weil fic ihm nur Unzufrie-denheit, Sorge und Verdruß aller Art bringen. Er ergibt sichder Wollust mit gleicher Begierde, wie dem Geize; der Ehrsuchtmit gleichem Ungestüm, wie der Rachsucht; einer Sünde ergibter sich um der andern, als wäre jede das Edelste und Schönsteauf Erden, und dennoch schämt er sich ihrer, und möchte seine