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seine Anordnungen und Wcltcinrichtungen durchschaut, durch dieer Alles bewirkt? Schweigend verehre ich die verschleierten Ge-heimnisse des göttlichen Wesens. Genug, sie sind! Genug, sicsind vorhanden zur Verherrlichung und Bescligung auch meinesGeistes. Dies ist kindlich-frommer Glaube!
Ich glaube cs und fühle cs, mein Geist ist noch, wenn auchder Engel des Todes die Fackel des Lebens auslöscht. Die Pflanzekau» verderben; was von ihr aus der Erde hcrvorgcgangen,kann wieder hinfallcn, modern, Erde werden: aber die in ihrwohnende Kraft, welche den Staub verband, und zur Rose, zurLilie, zür Distel, zum Fruchtbaum belebte, diese Kraft, die-ser Lebcnstricb, dies wunderbare Verborgene ist nicht Staub,nicht Erde. Es wird nicht wieder zur Erde. Es dauert unver-gänglich. Selbst der zerfallende Pflanzenstaub verliert sich nichtaus dem unendliche» All der Welt; er dauert fort, nur in an-dern Verhältnissen und Verbindungen. Und so kann auch meinGeist, dieser Geist, der die Tugend kennt, in dem sich das Welt-all abspicgelt; dieser Geist, der Gott kennt, er kann nicht ver-nichtet werden. Er ist unsterblich! Ich sehe mit Zuversicht eineEwigkeit des Daseins vor mir. Ich erwarte sie. Hier und dortist Gottheit! hier und dort Seligkeit!
Und Vergeltung wohnt jenseits der Sterbestunde, Vergeltungdes Guten und des Bösen! Die Tugend weint hieniedcn nichtungesehen; der Frevler feiert den Triumph seiner Laster nichtvergebens. Es kommt ein Tag, ein Tag großer Verwandlungen,wo der Fürst seinen Purpurrock, der Bettler seine Lumpen ver-liert; wo Seelen neben Seelen stehen und der Richter spricht.Es kommt der Tag, wo Jeder empfängt, was er durch seineHandlungen gewonnen, und der Gerechte, der Veredelte zu herr-lichen Verhältnissen cmporstcigt.
Wie aber jene Verhältnisse sein werden, und wie das Loos