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Majestät und Größe lebhaft vorzustcllen, mir seine hohen Wunder-werke hell zu vergegenwärtigen, kann ich ihn mir doch immerals meinen Vater denken, ihn als Vater lieben!

Dies ist kindlich-frommer Glaube! Er gilt hoher, als alleirdische Wissenschaft. Er ist mein Erbtheil von Jesu.

Ich glaube es, ich suhle es, und habe es oft an mir erfahren,daß Jesus Christus mein Erlöser, mein Befreier von Irrthumund Sünde ist. Wäre er nicht erschienen, hätte sein heiligesWort mich nie erreicht. ach, ich würde noch heute im Finsternirren; ich würde nie durch die Nächte des Zweifels einen Strahlder Offenbarung haben herab glänzen sehen; ich würde noch heutenicht beten können: mein Vater, der du bist im Himmel!würde mich noch heute nicht der Kindschaft zu Gott freuen können.Dies Heil hat mir der Heiligste erworben, der je über demStaube der Erde wandelte. Er führte mich aus dem Staubezu Gott, darum ist er mein Heiland und kein Anderer, meinWegweiser durch des Lebens Labyrinth, mein Mittler, meinMeister und Lehrer.

Ich glaube es, ich fühle cs, die Gottheit beseelte mit wun-derbarer Macht Christum Jcsnm, daß er Alles, was Sterblichengroß dünkt, als geringen Tand verschmähen, Alles, was Sterb-lichen furchtbar ist, jedes Leiden verachten konnte, nur um seingroßes Ziel zu erreichen, und die Menschheit mit der Gottheitzu vereinigen. Dieser Gottesdienst, wenn er meine Seele zuerhabenen Entschlüssen muthig macht, läßt auch mich Schmachund Noth, Verfolgung und Tod verachten. Ohne ihn ist ausErden nichts Großes und Gutes geschehen!

Wie aber und auf welche Weise Gott durch Jesum wirkte,wie und auf welche Weise Gottes Geist in mir mächtig wirr,wie und auf welche Weise er mir Kraft zum Guten verleiht -wer mag dies ergründen? Wer hat Gottes Rath erkannt, wer