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Gott führt Alles auf das gütigste!
Endlich ist doch das Ziel der höchsten Weisheit in der Leitungunserer menschliche» Verhältnisse, selbst der Gerechtigkeit des Ver-gelters, nichts Anderes, als unser Aller Glück. So sind dieFührungen Gottes nur neue Wunderwerke der un-ergründlichen Liebe des Vaters im Himmel. Denn erwill nichts, als die wahre Seligkeit jedes Einzelnen; nur da-für rief er uns ins Leben; nur dafür gab er uns Anthcil a»Jesu himmlischen Lehren, nur dafür Thcil am Blute des Wclt-crlösers; nur dafür leitet er uns durch Kummer und Ungemach.
So führt auch jeder menschliche Vater sein Kind, welches erwie sich selbst liebt. Und das Kind, von dieses Vaters Liebeüberzeugt, murrt nicht, tadelt nicht, sondern vertraut der Weis-heit und >er Güte dessen, der cs erzieht. Es empfängt segnendaus der liebevollen Hand die freundlichen Gaben und Geschenke,aber dankbar auch die Strafen seiner kleinen Fehler; cö nimmtdie Freuden, welche des Vaters Hand ihm auf den Pfad seinerJugend streut; aber auch die Mühseligkeiten, die schweren Hebungenseiner zarten Kräfte übernimmt cs willig, wenn cs gleich nochnicht begreifen kann, wozu dies Alles ihm dereinst in männlichenJahren nützlich sein werde.
Ist nun Gott unser Vater: warum wollen wir nicht bei seine»Führungen thun, gleichsam wie gute Kinder sollen? Wir wissenes, unser ganzer Lebenslauf bezeugt cS, unsere Vernunft ver-bürgt cS, das göttliche Wort versichert eS: Er führt Alles aufdas gütigste! Wohlan, so wollen , wir uns freudig diesenFührungen hingcbcn; zufrieden mit dem, was wir haben, dasKommende erwarten ohne Scheu; nicht mehr eigensinnig an unser»Lieblingswünschcn hangen, sondern voraus überzeugt sein: siemögen erfüllt oder vernichtet werden, immer ist cs Gottes Liebe,