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hier zu einem erhabenem Beruf erzogen. Die Erziehung aberselbst besteht in der eigenen Art von Schicksalen, die Zeder nachseinem besonder» Bedürfnisse erfährt. Völker, die in träge Wollust,Ucppigkcit und Verzärtelung versinke», oder deren Bürger inschnöder Selbstsucht wandeln, weckt das Ungcwitter eines Kriegeszur Kraft und Sittencinfalt auf, und allgemeines Elend tödtetdie Selbstsucht und ruft die Tugend des bürgerlichen Gcmeinsinnshervor. Den Stolz der Reichen beugt plötzliche Verarmung; denStolz der Aeltcrn beugt das Grab der Kinder; den Dcmüthigcnerhebt die Gunst der Großen, den Muthlosen ein unerwartetesHeil.
Erinnere dich, o Sterblicher, der schönsten deiner Lebenslage,in welchen dein Herz voll freudiger Gefühle hoch schlug, weil duglücklich wurdest ohne dein Zuthun, und erinnere dich an GottesFinger! Gedenke der Tage, da du mit Entzücken Gottes Segenerblicktest, wie er dich nbcrströmtc und beseligte — ach, tausendAndere hatten ja eben so gearbeitet, eben so gesorgt, wie du.und ihnen ward alles das nicht zu Thcil, dessen du dich rühmenkonntest. Das war Gottes Hand! Gedenke deiner bangen Lebens-stunden, wo du mnthloö in die Nächte der Zukunft hinausstarr-
test, und das Grab dir beinahe wünschcnswcrth schien-o
sprich, war cs ein Ungefähr, das die Verwirrungen auflösete, indenen du trauertest? Erinnere dich, wie oft dem Anschein nachganz unbedeutende Dinge, die du kaum achtetest, auf de» Gangdeines Lebens den mächtigsten Einfluß hatten, und deine Lagewunderbar änderten! Da wirkte Gottes Hand!
Und darfst du, kannst du diese Hand nicht hinwegläugnen:warum lebst und sorgest du, als ständest du allein in der Welt,sorgte sonst Niemand für dich? — als könnte dir sonst durchausnichts Anderes gut und nützlich sei», als dasjenige, was du nur