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dafür hältst? als wäre alles Andere, was dir widerfährt,schädlich, unglücklich, deinem wahren Heil entgegen?

Lerne doch endlich deinen tausend Erfahrungen die heiligeWahrheit ab: Gott führt Alles aufs weiseste! Oderträumst du, weiser zu sein, als der Allwissende? O blödsinnigerSterblicher, kennst du die dunkele Stelle, von welcher dich derWink Gottes hervor ins Helle Leben gerufen hat? Kennst du dasentfernte, herrliche Ziel schon, zu welchem er dich hinlcitet?Wie wagst du cs, zu verdammen, was er an deinen Schicksalenhinzuthut oder wcgnimmt? Wie wagst du cs, unzufrieden genHimmel zu schaue», wenn er deine Wünsche, auch deine heißesten,unerfüllt zu lassen heilsam fand?

Vor den Augen Gottes liegt die unendliche Vergangenheitaufgcschlagcn, wie ein offenes Buch; er weiß die MillionenQuellen von de» Ereignissen, die durch die Stunden des heutigenTages über das Menschengeschlecht Hinströme» er ordnet diesenStrom der Dinge du erblickst von Allem nicht den tausendstenThcil. Ist cs also nicht ein thörichtcs Vermessen, wenn du iudeinen Begebenheiten, bei deinen verfehlten Wünschen, den Gangdes großen Verhängnisses tadelst? Und ist dein Klagen, deinMurren nicht ein Tadel der Allwissenheit?

Vor den Augen Gottes liegt die unendliche Zukunft der Zeitenhell, wie ein klarer Thautropfcn, wo du nichts als die Finsternißeiner Ungeheuern Nacht wahrnimmst. Die Gedanken, Empfindun-gen und Thaten des heutigen Tages find die ersten Quellen vonMillionen daraus entspringender Begebenheiten der folgendenTage, Jahre und Jahrhunderte. Gott sicht sie, du ahnest sienoch nicht. Wie, und du Kurzsichtiger meisterst in deinem Un-muth die Verfügungen des Allvaters, der jeden Einzelnen zumGlück Aller dienen, und Alle zum Besten eines Einzigen Zusam-menwirken läßt? Woher dies Vertrauen auf eigene Kraft, ans