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6 (1853)
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ist kein Ungefähr der innere Vau deines Leibes, daß das BlutLurch tausend Adern deinem schlagende» Herzen zuströmt, undwieder zurtickgcstoßcn die alleräußersten Thcilc des Körpers durch-fliegt; daß wunderbar von den Werkzeugen deiner Sinne zarteNervcnpaare durch das Gewebe deines Innern fortzichcn, biswo sic alle in Eins zusamincntrcffcn, ohne einander hinderlichzu werden, da, wo deine thätige Seele sie alle regiert nachWillkür. Es ist kein Zufall, daß dem Adler der Fittig gegebenward, um in den Höhen zu schwebe», und dem Fische Schwimm-blase und Floße» und die schlüpfrige Decke, um ans dem Bodendes Meeres oder der Flüsse Nahrung zu suchen und Wohnung.Es ist kein Zufall, daß der Dornstrauch sich mit Stacheln über-zieht, daß der Frnchtbaum nur seine und keine andere Fruchterzeugt, und der Noscnbusch keine andern Blumen tragen kann,als Rosen.

Wenn in der tobten Welt Alles nach den weisesten Gesetzengeordnet ist: meinst du, das höhere Reick der Geister werde vomSceptcr des blinden Zufalls beherrscht und von Gott vergessen,von ihm, der selbst der Erhabenste der Geister ist? So wäre inder tobten Schöpfung, in dem, was Staub ist, die Ordnungdes Lebens; hingegen aus dem Reiche des Lebendigen, aus demGebiete selbstthätigcr Seelen die waltende, Alles leitende Handdes Schöpfers gewichen? O welch ein Wahnsinn, der sichselbst betrügt, und den Staub über den Geist erhebt, und dasVergängliche über das Ewige!

Gott führt Alles! Za, auch deine Schicksale führt er;nicht du bist der Schöpfer deiner Schicksale, nicht ein Unge-fähr ist cS, sondern der heilige Gott, welcher dich in die Weltrief, um dich zu höhcrn Seligkeiten, zu Vollkommenheiten z»erziehen, für welche unter dem Himmel kein Name gefundenwird. Der Mensch und das ganze menschliche Geschlecht wird