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6 (1853)
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Es ist nun freilich unmöglich, daß du selbst die Beschaffen-heit und wunderbare Ordnung in den Dingen der Natur unter-suchen, oder de» Wandel und die Verhältnisse der himmlischenKörper beobachte» und ausforschen solltest. Dazu wurde mehrals eines Menschen Leben nicht hinretchen. Aber was durch dieanhaltenden Forschungen der vergangenen Jahrtausende schon er-fahren und entdeckt ist, das eigne dir zu durch Unterricht. Dannwirst du die Werke Gottes erst bewundern, dann erst von derGröße des Herrn dir erhabene Vorstellungen machen können, wenndir Blinden die Schuppen der Unwissenheit von den Augen ge-fallen find. Wähle dir einen unterrichteten Freund, und laß dichvon ihm belehren; oder wende dich an einen Erfahrnen, der direin deinen Vorkcnntniffe» und deinem Fassungsvermögen ange-messenes Buch empfehle, worin du zur richtigen Betrachtung derNatur angelcitct wirst. Eine geschäftlosc Stunde findet sich zuallem Guten. Wie viele Augenblicke verschwendest du zum Ver-gnügen deiner Sinnlichkeit willst du nicht gern der unendlichsichern Ergötzung deines Geistes einen Thcil solcher Augenblickeweihen?

Alle Erkcnntniß göttlicher Dinge aber ist eitel, wenn sic unsnicht auch zugleich göttlichen Sinn cinflößt; wenn sic uns nichtfür unsere Pflichten gegen Gott und Mitmenschen begeistert. DieLiebe des ewigen Vaters zu seinen Erschaffene» muß ans seinenWerken in unser Herz übcrströmen. Das ist das rechte Wachsenin der Weisheit, durch die wir Gnade vor Gott und Menschenhaben, wenn wir in Erkcnntniß des göttlichen Willens immerweiter schreiten. Dazu gebricht cs an Gelegenheiten nicht; dasLesen erbaulicher Schriften, die Anhörung des göttlichen Wortesin der Kirche, klärt deinen Verstand über das auf, was du thunsollst, um ein erhabener, deiner selbst würdiger Mensch zu sein.Glaube nicht, du wissest das schon Alles besser, als man dir cs