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M ü,tnliche Gefatlfu ch t.

Matth. 23, 27.

Stets will ich's, Vater, mir erneuen.

Zn welchem Ziele Dn mich rufst;

Da- Dn mich nicht für TändeleienSo herrlich und unsterblich schufst,

Dali für der Eitelkeiten ScherzGeweiht nicht ward des Menschen Herz.

Ich will mit zärtlichen Gefühlen,

Nicht mit der Herzen reinstem Glück,

Aus bloßer Eigenliebe spielen.

DaS Leben ist ein Augenblick,

Zn kurz für ein fruchtloses Spiel,

Zu groß, zu fern das wahre Ziel.

Mein Leib, trägt nicht die Menschenwürde,

Der Geist nur führet sic allein;

Soll ich mich nur der äußer» Zierde,

Nur der entlehnten Flitter» frcn'n?

Sind sic nicht der Verwesung Raub?

Nein, Geist ist Geist, und Staub ist Staub!

§E>enii die Ausartung des natürlichen Bcrschöncrungstricbesbeim weibliche» Geschlcchtc schon tadelnswürdig ist, und stattWohlgefallen nur Unwille» erweckt, »in wie viel mehr muß diesbeim männlichen Geschlcchtc der Fall sein, wo jener Trieb ansich schon schwächer ist, und wo das, was Gefallen erregen soll'mehr ans inner» Verdiensten, als auf bloßer äußerlicher Zierlich-kcit beruht! Es ist Verkehrung der Natur, und empört ebenso sehr, einen verzärtelten, weibischen, ans Schmuck und Putzdenkenden, darin seinen ganzen Werth setzenden, gefallsüchtigenMann zu sehen, als ein rauhes, gcwalttbätiges, männischcsWeib zu erblicken.