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Wird nun dieser versäumt, ein anderer erkoren: so erscheint einMannweib, ein Zwitterwesen, welches, wie alles Zwitterhafteund Schwankende, mißfällt.
So sehen wir überall, wie der an sich unschuldige und liebens-würdige Trieb zu gefallen, wenn er in Lcidcnshaftlichkcit ent-artet, den Menschen auf Irrwegen ganz zum Eegentheil dessenführt, was er zu erreichen wünscht, statt Achtung nur Spot:,statt Bewunderung nur Gelächter, statt Liebe nur Widerwillenund Ekel gibt.
Und wie die Gefallsucht in den Auge» des bessern wie desverdorbenen Menschen als Thorheit erscheint, o Gott, Du Ge-rechter, wie richtest Du diese Verirrungen des Herzens und dctVerstandes! — Wer kann mit diesem Laster, welches den Simfür das Gute, Wahre und Schöne tödtct, vor Deinem Blick be-stehe», und Dir gefallen? O Du, in welchem nichts ist, alsGerechtigkeit und Wahrheit, wer darf muthvoll zu Dir aufblickcn,wenn er die von Dir gewährte Frist des Lebens in kleinlichenSpielen der Eitelkeit vertändelt; über den Schein das Wesenvergißt, über den Schmuck des Leichnams, der so bald ein Raubder^Verwetung wird, die Zierden des Geistes, jene Tugendenvergißt, die unsterblich sind, wie er! — Nein, Schöpfer, Duschufst uns nicht für Traum und Spiel und Glcißnerci; o laßmich nie den wahren Zweck aus den Augen verlieren, für welchenDu mich aus dem Nichts in das Dasein gerufen hast, Amen,