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6 (1853)
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barer Schnelligkeit vertausendfacht und in die Welt ausgestreut wer-den kann. Jetzt erhält und verbreitet sich das Schlech-tere länger und mehr als ehemals, und nimmt an Zahl,a» gleicher Menge zu, wie cs der mittelmäßigen Köpfe, der Halb-gelehrten, der Leute mit unedcln Nebenabsichten überhaupt mehrgibt, als der ausgezeichneten, zum Lehramt wahrhaft geweihtenGeister, denen eS um nichts als das Gute zu thun ist. Daherrührt die zahllose Fluth schriftstellerischer Werke, welche das Ge-präge der Elcndigkcit offen tragen, und die Jrrthümcr und GeisteS-und Herzcnsschwächcn ihrer Verfasser Andern mitzuthcilcn be-stimmt sind. Daher erkennt man heutiges Tages so selten inden Büchern das Zeichen von dem, was sic ihres Daseins würdigmacht Kraft, Wahrheit, Geisteshohcit Fülle und Gründlich-keit der Erkcnntniß, lebendiges Abspiegcln der äußern und inner»Welt, jenen Strahl der Göttlichkeit, welcher in Lehre oder Dich-tung allezeit zu neuer Vollkommenheit die Bahn erhellt oder dasGemüth entzückt. Nur wo dies der Fall ist, da ist das Gött-liche der Ursprung des Werkes und wieder dessen Zweck. Unddeswegen kann auch noch heute zum Thcil gelten, als vortreff-licher Werke Kennzeichen, was Paulus davon seinem FreundeTimotheus schrieb: Alle Schrift von Gott cingegcbcn ist nützezur Lehre, zur Strafe, zur Besserung, zur Züchtigung in derGerechtigkeit, damit ein Mensch Gottes dadurch vollkommen werde,zu allem guten Werke geschickt. (2. Timoth. 3, 16. 17.)

Das Ucbcl zu vergrößern, verstehen Wenige mit Auswahl,Verstand und Nutzen zu lesen. Sic ergreifen mit gleichemSinne das Schlechte wie das Gute; lesen ohne Prüfung undlegen das Buch hinweg, ohne zu fragen oder zu wissen, was siedurch die Mühe des Lesens für Geist und Herz gewonnen haben.Aber Tausenden ist das Lesen keine Mühe, sondern ein Spiel,ein Zeitvertreib, eine Schwelgerei, besonders wenn cs ans bloßes