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6 (1853)
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i» heiliger Thätigkeit vollbrachten Daseins. Aber auch nur derweise, der wirkliche Christ kann dieses Genusses fähig sein, er,der ein Bürger des Himmelreichs schon hienicdcn ist, und dieäußerlichen Geschäfte, die Sorgen um Erhaltung oder Bequem-lichkeit des Leibes, um Ergötzungen der Sinne tief unter dieSorgen um Unschuld, Wahrheit, Gerechtigkeit und Mcnschcn-bcglückung setzt. Nur dein zur Thicrhcit uicdcrgcbcugtcn Sterb-lichen, dem, was er von dieser Welt an äußerlichen Vorthcilengewinnen kann, das Vortrefflichste zu sein scheint, muß sein Lebenendlich zum unauflösliche» Näthsel, er sich selbst zum unerklär-lichen Widerspruch werden. So hat, o Du himmlische Weisheit,jedes menschliche Lebensalter durch Dich seine cigcuthümliche Be-deutung und Weihe erhalten! In die ganze Natur, in alle Schick-sale, o Du Fürst des Gcisterthums, legtest Du Deinen erschaf-fenen Geistern Winke zur Erkenntniß ihrer Würde, und daß siesich nicht blenden, nicht Niederdrücken ließen von den Angelegen-heiten des irdischen Seins.

O mein Schöpfer! habe ich Deine Winke immer verstanden?Habe ich die, die ich verstand, befolgt? War die Vollkommen-heit und Heiligkeit meines Gemiithes mir allezeit ehrwürdigerund theurcr, als Erreichung äußerlicher Zwecke, oft sehr sträf-licher Zwecke? War mein Bemühen, Menschen durch meine Tu-genden zu beglücken, häufiger, als das Bemühen, mir selbst,auch wohl auf Unkosten Anderer, einen Vorthcil zu schaffen?Ach, ich zittere für die Würde, für die Seligkeit meines Geistes,der allzuoft mit zu nachlässigen Kräften gegen den Widerspruchdes Sinnlichen ankämpft. Laß den Nuf der Vorwelt, laß DeinenNus durch die Natur, Deinen Ruf durch Zcsum Christum, nichtvergebens an meinen Geist ergehen. Amen.