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6 (1853)
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von den Zwanzigern den Sicbenzigcrn entgegen. Ein weiterSpielraum. Dann tritt noch für eine kurze Frist das Grciscn-alter ein.

Da nehmen die Kräfte des Körpers ab die äußern Sinnewerden schwächer. Der Mensch ist nicht mehr geeignet, im stür-mischen Gewühl des Lebens zu stehen; cs winkt ihm die Naturin die Einsamkeit. Der Grenzstein der irdischen Laufbahn istnahe! Ihm wird die Frist des Grcisenthums zu stillen, heiligenBetrachtungen gegeben. Er soll, aus dem Getümmel desIrdischen znrücktretcnd, Zeit gewinnen, sich ans das vorzubcrci-tcn, was ihm nun anss Neue bestimmt ist. Daran mahnt ihnAlles; Alles, daß er zu Hetzern Dingen berufen sei, wo er inherrlichem Verhältnissen den vielgeübtcn, vielgeprüften Geistzeige. Darum werden seine Augen allgemach dunkler; sein Gehörschwächt sich. Für Andere noch blüht und regt sich das Leben derErde; er aber entstirbt leise dem Irdischen. Sein Geist zieht sichvon den Außcndingen ab, in sich selbst zurück. Sogar das Gc-dächtniß wird schwächer, damit der Gedanke an die Zukunft unddie Hoffnungen des schönem Lebens sein ganzes Wesen mehr be-schäftigen. Der Körper wird hinfällig, das Werkzeug des Geistesunbrauchbar; aber das Unsterbliche regt sich kraftvoll noch in denTrümmern seiner mürben Hülle. Sic zerfällt. Frei ist der Geist.Ein neues Leben empfängt ihn.

Was das dunkle Ahnen der Kindheit von der Anmuth undden Schicksalen der spätem Jahre, das ist das Ahnen des Greisesvon dcnz Jenseits. Das Kind und der Greis verlieren das Ge-dächtnis! für ihren vorherigen Zustand; das Kind und der Greiskönnen für den nachfolgenden Zustand ihre Glieder nicht ge-brauchen.

Das einsame, den Betrachtungen geweihte Leben des Altersist der lieblichste Schluß eines auf Erden in tugendhafter Jugend,VI. 2