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wie icdcs andere Thier, hinauscilcn in die Freiheit und Wild-hcir, und für Speise, Trank und Höhle sorgen sein Leben lang,ohne zur Wahrnehmung der in ihm wohnenden höhcrn Kraft zukommen. Nun aber dient die Schwäche seines zarten Körpers,daß sein Geist erstarke. ES hört »nd lernt, was die vergangenenMenschengeschlechter -erfahren haben. Im Geiste des Kindes ver-jüngt sich gleichsam die ganze Vorwelt wieder, und blüht in neuerMacht. Was vor Jahrtausenden Moses gcthan, Christus ge-lehrt, die Apostel geschrieben, thun, lehren und schreiben sie demkaum gcborucn Kinde. Die ganze Menschheit lebt für dasselbe,und es wird eins mit derselben. Das göttliche Gcisterrcich istnur eine einzige große Familie; Weltgcgcndcn und Jahrtausendemachen nur in irdischen Dinge» Unterschied, aber im Geistigenist Alles ein Einiges, weil Alles ein Ewiges ist.
Dann tritt das allmälig gereifte Kind selbstständig ins Lebenals Jüngling, als Jungfrau; mit den großen Erfahrungender Vergangenheit, um sic auf die Gegenwart anzuwcndcn, un-ter dunkeln Ahnungen der Zukunft. Von Neuem erscheint dieGewalt der Natur, um die Bande der menschlichen Gesellschaftfester zu ziehe». Der Jüngling wäre zwar fähig, sich selbst dieerste» Lebensbedürfnisse zu verschaffen; seine körperlichen Kräftesind stark genug: aber er kann dennoch die Gesellschaft, nicht ver-lassen. Die Liebe hält ihn mit unwiderstehlicher Macht zurück.
Auch das Thier wird von diesem Gesetze geleitet; aber eskennt nicht die Liebe. Es wird von Gewohnheiten gefesselt, ober-es kennt nicht den Zauber der Freundschaft; cs hat ein empfäng-liches, oft treues Gedächtniß, aber die sclbstschaffcnde Einbildungs-kraft ist ihm unbewußt.
Die Liebe, das Gefühl der Kraft, die Ahnungen des Lebensbegeistern und erheben das Jünglingsalter. Das Thier begnügtsich mit dem Wohl und Wehe des anwesenden Augenblicks; der