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Edler und unedler Scherz.
Ephes. b, 4.
Gott, nie will ich in FröhlichkeitMir frevelnd Spott erlauben;
Will nie durch UnbesonnenheitMich eignen Werths berauben.
Auch in der Freude, auch im Scherz,
Entweiht sich nie das fromme HerzMit Bosheit oder Leichtsinn,
Gewiß Viele sind daheim in ihrer Wohnung ganz andere Men-schen, als in der Gesellschaft unter fremden Auge». Dort ver-zeihen sic sich manche Nachlässigkeit, hier wachen sie über sichselbst mit großer Strenge. Dort sind sic finster, mürrisch,zänkisch, eigensinnig; hier hingegen freundlich, gütig, nach-gebend, nachsichtig. Dort können sie oft rauh, auffahrend undlaunisch sein; hier sind sie immerdar lächelnd, gefällig, undwidmen selbst der Wahl ihrer Ausdrücke eine größere Sorgfalt.Es gibt Personen, welche, wenn man sic im Innern ihres Hausesund nachher wieder in Gesellschaften erblickt, ganz und gar nichtdie gleichen zu sein scheinen. Sie sind hier eben so liebenswürdig,so sanft zuvorkommend, so voller Aufmerksamkeit gegen Andere,als sie sonst bei den Ihrigen daheim gehässig, polternd, herrschc-risch und unausstehlich sind.
Leute dieser Art gehören zu den alltäglichen und leider schlechter»Erscheinungen im Leben. Sie müssen diese doppelten Gestaltenund doppelten Gesichter haben, um in der Welt geduldet werdenzu können. Arm an wahrer Tugend und Vollkommenheit, ge-brauchen sie die Tugend wie einen Festschmuck und ein sonntäg-liches Kleid. Sic putzen sich damit, während sie daheim mit