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6 (1853)
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icrt steht, sind größer geworden, als sic ehemals sein konnten.Das Weib hingegen steht noch in den Verhältnissen zur Weltund zum Leben, wie i» früher» Zeitaltern. Der Umfang unddie Art der weiblichen Wirksamkeit hat sich, fest begrenzt durchewige Gesetze der Natur, weder ausgedehnt, noch verengert; eswäre denn, das Weib wolle über die Schranken seiner cigen-thiimlichcn Bestimmung und Würde hinwegschweifcn in die Bahnenmännlicher Thätigkeit.

Demungcachtct hat man geglaubt, auch die weibliche Bildungveredeln und den Unterricht für dieses Geschlecht vervollständigenzu müssen. Auch dieses Strebe» war löblich, und bleibt, solange Bildung und Unterricht sich auf das beschränken, was inder natürlichen Bestimmung des Weibes liegt. Liebende Gattin,erheiternde Lebensgefährtin, sorgsame Hausmutter, erste Pflegerinder Kindheit zu sein dies ist des Weibes Beruf.

Inzwischen ist auch hier durch wohlwollenden Eifer vielmalszu viel gcthan und an die Stelle des Natürlichen die Kunst undVcrkünstclung gesetzt worden. Man hat eigene weibliche Erziehungs-anstalten errichtet, wohlthätig für solche Mädchen, die nirgendsanders Erziehung finden, sondern ohnedem einer traurigen Ver-wahrlosung und Verführung prcisgcgebcn sein würden. In sichselbst aber ist schon der Begriff einer öffentlichen Anstalt für weib-liche Erziehung im Widerspruch mit der besten weiblichen Er-ziehung. Des Mannes künftiger Wirkungskreis ist draußen dieWelt, im Treiben und Drängen der Menschen und ihrer Stände:dort sei seine Schule. Der künftige Schauplatz weiblicher Größeist das häusliche Familienleben: dies sei des MärchensSchule! Das Lebe» in der Familie ist aber ein ganz anderes,als in den Erziehungsanstalten. Dort besteht die von Gott weisegeordnete Verbindung von Alte» und Jungen, Greisen und Kin-dern beiderlei Geschlechts; dort ist die Mannigfaltigkeit von Denk-