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11 (1851) Die Schwärmer
Entstehung
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verschlang; in einiger Entfernung aber fand der Blick die Win-dungen des Stromes wieder, wo er einen freien; Lauf hatte.

Während Morton auf diese geräuschvolle Scene hinblickte,welche sich rings durch das Dickicht und die Klüfte, worin dasWasser sich verlor, jedem Auge verbergen zu wollen schien,zupfte ihn die kleine Begleiterin, welche auf der Abdachung desFelsens stand, der die schönste Aussicht auf den Wasserfall be-' herrschte, am Aermcl und sagte ihm so leise, daß er sein Ohrihrem Munde nähern mußte:Hört ihn doch! hört ihn doch!"

Morton horchte aufmerksamer, und aus dem finstern Ab-grund, in welchen der Bach stürzte, und aus dem Brausen desWasserfalles glaubte er Töne der Freude und des Schreckens,ja artikulirte Worte zu vernehmen, als ob der gefolterte Dä-mon des Stromes seine Wehklagen mit dem Geheule der Wo-gen vermischt hätte.

Das ist der Weg," sagte die Kleine;folgt mir, Herr,wenn Ihr wollt. Aber nehmt Euch in Acht!"

Und mit kühner Behendigkeit schwand sie von der Felsen-platte und kletterte über die Zacken und Spitzen in die Klufthinab. Der kühne und rüstige Morton folgte ihr ohne Säu-men; aber die nöthige Vorsicht, Hand und Fuß zu gebrauchen,hinderte ihn, sich umzuschauen, bis seine Führerin, nachdemsie fast zwanzig Fuß hinabgesticgen und etwa sechzig oderflebenzig Fuß über dem Schlunde stand, der den Wasserfallaufnahm, still hielt, und er sich wieder an ihrer Seite ineiner Stellung fand, die eben so romantisch als gefährlichwar. Sic waren jetzt fast dem Wasserfalle gegenüber, unge-fähr fünfundzwanzig Fuß unterhalb der Klippe, über die erherabdonnerte und fünfundsiebenzig Fuß über dem dunkeln,tiefen, rastlosen Pfuhl, der das Gefluthe verschlang. Sie stan-den dem rasenden Gewässer so nahe, daß sie vom Schaume