143
unter's Wasser; denn dieser war zu stolz und männlich, umsich bei jedem Windstoß zu beugen; obgleich es Viele so gutwissen, wie ich, daß er gegen unsere Leute, mögen seine Grund-sätze sein wie sie wollen, nicht so übel war; er schützte unsnach Kräften und weit mehr als Basil Olifant, der immergern mit dem Strome schwamm. Er wurde aber bei Seitegesetzt und scheel angesehen lind ward nichts nach seinemSchwert gefragt; dann suchte Basil, der rachsüchtige Mann,ihn ans jede Art zu quälen, besonders dadurch, daß er diealte blinde Wittwe, Bessie Maclure, die dem Lord das Lebenrettete, unterdrückte und beraubte. Aber wenn das seine Ab-sicht ist, irrt er sich; denn es wird wohl lange währen, bisLord Evandale ein Wort von mir hört, daß ich meine Kuhverkaufen mußte wegen Abgaben und Pachtzins, oder daß manmir die Dragoner in's Hans legt, da doch das Land ruhigist, oder sonst Etwas, was den Lord ärgern könnte; — ichkann meine Last in Geduld tragen und der weltliche Verlustist das Geringste davon/'
Erstaunt und voll Theilnahme ob diesem Gemälde gedul-diger, dankbarer und großmüthiger Entsagung konnte Mortonnicht umhin, den niedrigen Schurken zu verwünschen, der einesolche feige Rache genommen.
„Flucht ihm nicht, Sir!" sagte die alte Frau. „Ich habeeinen frommen Mann sagen hören, ein Fluch gleiche einemSteine, den man gen Himmel wirft und der meistens dem wie-der auf den Kopf fällt, der ihn empor geworfen hat. Aberwenn Ihr den Lord kennt, so sagt ihm, er solle auf der Hutsein, denn ich höre sonderbare Reden unter den Soldatenhier, und sein Name wird oft genannt, und der Eine vonihnen ist zwei Mal in Tillietndlem gewesen. Der Laird hatihn gern, obgleich er früher einer der Grausamsten war, die