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11 (1851) Die Schwärmer
Entstehung
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ten, daß er eben so sehr am Beutel als am Leibe zugenom-men. Denn in Schottland steht die Artigkeit eines Wirths mitdessen Geld im umgekehrten Verhältniß. Seine Tochter hattedas Ansehen einer geschickten Kellnerin erhalten, ungehindertin ihrem Beruf durch Liebe oder Krieg. Beide bezeigten Mor-ton jenen Grad von Aufmerksamkeit, den ein Reisender ohneBedienten zu einer Zeit erwarten konnte, wo solche das Kenn-zeichen vornehmen Ranges waren. Er nahm ganz den Cha-rakter an, den sein Aeußeres verkündete; er ging in denStall und sah selbst nach seinem Pferde, setzte sich dann wie-der in die Schenkstube denn man hätte es damals für sehranmaßend gehalten, wenn er ein eigenes Zimmer verlangt hätte und befand sich wieder in demselben Gemach, wo er voreinigen Jahren seinen Sieg im Vogelschießen gefeiert hatte,eine lustige Auszeichnung, deren Folgen so ernsthaft waren.

Wie leicht zu erachten, fühlte er sich in seinem ganzenWesen sehr verändert seit jener Festlichkeit, und doch schienen,wenn er sich umsah, die Gruppen kaum anders als damals.Einige Bürger schwatzten bei ihrem Gläschen Branntwein;einige Dragoner faullenzten bei trübem Bier und fluchten, daßman bei diesen müßigen Zeiten nichts Rechtschaffenes genießenkönne. Ihr Cornet spielte zwar nicht Tricktrack mit dem Pfarrerim Priesterrocke, doch trank er ein kleines Maaß aqua mirsbilismit dem graurockigen prcsbyterianischen Geistlichen. Die Scenewar eine andere und doch dieselbe, nur in den Personen, abernicht im allgemeinen Charakter verschieden.

Mag die Woge der Welt ebben und flnthen, wo siewill," dachte Morton, als er sich umblickte,immer werdensich genug finden, welche zufällig erledigte Stellen wiederausfüllen; in den gewöhnlichen Beschäftigungen und Vergnü-gungen des Lebens lösen sich die Menschen ab, wie Blätter