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Mit diesen Worten nöthigte sie ihn in dies Allerheiligste,dessen sorgfältige Reinigung ihre tägliche Beschäftigung war.Morton, der ihr in's Zimmer gefolgt, ohne sich die Sohlenabzuwischen, mußte sich einen Verweis gefallen lassen, wasdarthat, daß die alte Ailie ihre Oberherrschaft noch nicht auf-gegeben hatte. In diesem Gemache überkamen Morton dieEmpfindungen der Ehrfurcht, von denen er als Knabe bei demselten gestatteten Zutritte in das Zimmer ergriffen wordenwar, welches, wie er damals glaubte, nur in fürstlichen Pa-lästen seines Gleichen haben könnte. Manches von diesen kost-baren Möbeln hatte jetzt freilich von dem Einflüsse auf seinGemüth verloren; doch zwei Gegenstände erfüllten ihn mitmannigfachen Empfindungen, die Bilder zweier Brüder, vondenen das eine seinen Vater in Lebensgröße darstelltc, invollständiger Rüstung, mit einem Antlitz, das seinen männli-chen und entschlossenen Charakter bezeichnete-, das andere wardas Porträt seines Oheims in gesticktem Sammet- Er sahaus, als schämte er sich seines Putzes, obgleich er diesen nurder Freigebigkeit des Malers zn verdanken hatte.
„Es war dumm, den wacker» alten Mann in so viel Ge-flunker zu stecken," sagte Ailie; „trug er doch nie so Etwas,sondern nur einen grauen Rock und einen Ucberschlag mitder schmalen Einfassung."
Morton theilte im Stillen ganz ihre Ansicht; denn Alles,was sich dem Anzuge eines Edelmannes näherte, saß seinemOheim überaus schlecht. Er machte sich nun von Ailie los,um einige seiner Licblingsplätzc im nahen Walde aufzusuchen,während sie mit eigenen Händen dem Mittagsmahle noch Et-was hinzufügte, das einem Stück Geflügel das Leben kostete,welches ohne ein so bedeutendes Ereigniß, nämlich MortonsAnkunft, gewiß bis zu einem hohen Alter fortgegackert hätte,
Die Schwärmer. III. 8