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Mit diesen Worten ließ sie Beide allein.
„Und nun, Mylord," sagte Edith«, „darf ich wohl fragen,warum Ihr uns auf so sonderbare Weise gebeten habt, Euchhier in aller Frühe zu treffen?"
Sie wollte noch hinzufiigen, daß sie sich kaum entschuldi-gen könne, seine Bitte erfüllt zu haben; aber als sic ihn ge-nauer ansah, trat sie stumm zurück vor seinen seltsam beweg-ten Zügen, und rief: — „Um Gotteswillen, was geht vor?"
„Seiner Majestät treue Unterthancn habe» einen großen,entscheidenden Sieg bei Blair of Athole errungen; aber ach,meine schone Freundin, Lord Dundee — "
„Ist gefallen?" sagte Edith«, ihn unterbrechend.
„Ja, — gefallen in den Armen des Sieges, und nun istNiemand da, der Talent und Einfluß besitzt, seine Stelle inKönig Jakobs Diensten anszufüllen. Edith«, es ist nicht mehrZeit, mit unserer Pflicht zu säumen. Ich habe meine Leuteaufbiete» lassen, und muß noch diesen Abend von Euch scheiden."
„Thut das nicht, Mylord," antwortete Edith«. „Euer Le-ben ist Euern Freunden nothwendig; verschwendet cs nicht anein solch unbesonnenes Abenteuer. Was vermögt Ihr mitEuren wenigen Leuten gegen die Macht von beinahe ganzSchottland, die hochländischen Clans allein ausgenommen?"
„Hört mich an, Editha," sagte Lord Evandale. „Ich binnicht so unbesonnen, als Ihr vielleicht meint; auch sind meinegegenwärtigen Gründe nicht so unbedeutend, daß sie nur aufDiejenigen Einfluß haben sollten, die persönlich von mir ab-hängen. Die Leibgarden, unter denen ich so lange gedient,haben trotz ihrer neuen Organisation und der neuen, vomPrinzen von Oranie» bestallten Offiziere, noch immer eineVorliebe für ihren rechtmäßigen Herrn; und" — hier flüsterteer, gleichsam fürchtend, die Wände könnten Ohren haben —