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Du, ich sei so einfältig, um mich von einem Weibe meisternzu lassen?"
„Und von wem willst Du Dich denn sonst meistern lassen,Cuddic? Ich will Dir's gleich auseinandersetzcn- Keiner weißsonst, daß dieser junge Herr noch lebt, und weil er sich sofremd hält, hat er, glaub' ich, die Absicht, wenn er findet, daßFräulein Edith« schon verheirathet ist, oder sich eben verhei-rathen will, sich wieder heimlich fortznmachcn, um keine Un-ruh zu verursachen. Wenn aber Fräulein Edith« erführe, daßer noch lebt, wahrhaftig, wenn sie mit Lord Evandalc schonam Altar stünde, so würde sie „nein" sagen, wenn sie „ja"sagen sollte."
„Gut, aber was geht das mich an?" sagte Cuddie. „Wenndas Fräulein ihren alten Liebsten lieber hat, als ihren neuen,warum sollte sie nicht so gut ihre Meinung ändern dürfen,wie andere Leute? — Du weißt ja, Jenny, Halliday behaup-tet immer noch, er habe ein Versprechen von Dir."
„Halliday ist ein Lügenmaul und Du bist ein Esel, daßDu ihn anbörst. — Und dann, was die Wahl des Fräuleinsbetrifft, daß sich Gott erbarme! — Du kannst versichert sein,alles Geld und Gut, was der gute Herr Morton hat, trägter auf dem Leibe, wie kann er da Lady Margaretha und dasFräulein erhalten?"
„Ist denn nicht Milnwovd da?" sagte Cuddie- „Der alteHerr hat zwar seiner Haushälterin die Einkünfte lebensläng-lich überlasse», da er nichts mehr von seinem Neffen hörte;aber durch ein gutes Wort bringt man's bei dem alten Weibfertig, und dann können sie Alle hübsch zusammen leben, LadyMargaretha und Alle."
„Still! Du kennst die vornehmen Damen nicht, wenn Duglaubst, sie würden mit der alten Ailie Wilson zusammen leben;