ich könnte. Könnt Ihr mir ein Bett geben auf die Nacht,mein Freund?"
„Wir haben zwar wenig Gelaß, Herr," sagte Cuddie;„doch wir wollen's versuchen, eh' Ihr in diesem Wetter fort-reitet: denn, aufrichtig gesagt, Ihr scheint nicht ganz gesund."
„Ich leide am Schwindel," sagte der Fremde; „aber esist bald vorüber."
„Ein gutes Abendessen sollt Ihr bekommen, Herr," sagteCuddie, „und ein Bett auch, so gut wir's haben. Viel Bettenhaben wir freilich nicht; denn Jenny hat so viel Kinder (Gotterhalte sie), daß ich wahrhaftig Lord Evandale ansprechenmuß, uns Etwas von seinem Ausschuß zu geben."
„Ich bin leicht befriedigt," sagte der Fremde, als er in'sHaus trat.
«Euer Pferd soll gut versorgt werden," sagte Cuddie, „Ichweiß ein Pferd zu behandeln, und das ist gar ein hübschesThier.«
Cuddie führte das Pferd in den kleinen Kuhstall und riefseiner Frau zu, sie solle für den Fremden sorgen. Der Offiziertrat ein, warf sich auf den Sessel in einiger Entfernung vomFeuer, und schien wohlbedacht dem Fenster seinen Rücken zu-zukehren. Jenny, oder wenn der Leser lieber will, Frau Head-rigg, bat ihn, Mantel, Bandelier und den breitkrämpigen Hutabzulcgen; er entschuldigte sich aber mit dem Vorgeben, daßihn friere, und um sich die Zeit bis zu Cuddies Rückkehr zuvertreiben, schwatzte er mit den Kindern und entzog sich im-mer sorgfältig den Blicken seiner Wirthin.