Der Ackerbau blühte wieder auf, und Menschen, deren Ge-müther unruhig geworden durch die heftigen politischen Er-schütterungen und den allgemeinen Regierungswechsel in Staatund Kirche, gelangten wieder zur Besonnenheit, und schenktennun ihrem eigenen Interesse die alte Aufmerksamkeit, stattdie Staatsangelegenheiten zu besprechen. Nur die Hochländerwidersctztcn sich der neuen Ordnung der Dinge und standenin beträchtlicher Menge bewaffnet unter dem Viscount vonDundee, den unsere Leser bis jetzt unter dem Namen Grahamevon Claverhonse kennen gelernt. Der allgemeine Zustand derHochlande war aber so zügellos, daß eine größere oder ge-ringere Unruhe in denselben die allgemeine Ruhe nicht gefähr-den konnte, so lange jene Unordnungen nicht über die Gren-zen hinaus um sich griffen. In den Niederlanden erwartetendie Jakobitcn, jetzt eine untergeordnete Partei, keinen unmit-telbaren Vortheil mehr durch offenen Widerstand, und warennun gcnöthigt, Privatznsammcnkünfte zn halten nnd Versamm-lungen zu gegenseitiger Vcrtheidignng zn bilden, was dieRegierung Hochverrat!, nannte, während Jene über Verfol-gung schrieen.
Die trinmphircnden Wighs stellten zwar den Presbyte-rianismus als Staatsreligion wieder her und gaben den Ge-neralversammlungen der Kirche ihren ursprünglichen Einflußwieder, gingen aber nicht so weit, als die Camcronianer undder ausschweifendere Theil der Nonconformistcn unter Karl undJakob. Sie wollten nichts von der Wiederherstellung desCovenants wissen, und Diejenigen, welche in König Wilhelmeinen eifrigen Anhänger des Covenants erwartet, waren bittergetäuscht, als er ihnen mit acht holländischem Phlegma seineAbsicht mittheilte, jede nur irgend mit der Sicherheit des Staatsverträgliche Rcligivnsform dulden zu wollen. Diese von der