und das Knie in den engen eisernen Stiefel, schob einen Keilvon demselben Metall zwischen das Knie und die scharfe Kanteder Maschine, faßte einen Hammer und erwartete weitere Be-fehle. Ein Wundarzt stellte sich auf die andere Seite desGefangenen, entblößte dessen Arm und fühlte den Puls, umdie Tortur nach den Kräften des Leidenden einzurichten. Nachdiesen Vorbereitungen fragte der Präsident wieder mit der-selben ernsten Stimme: „Wann und wo habt Ihr zum letz-ten Male John Balfour von Burley gesehen?"
Statt der Antwort richtete der Gefangene seine Augengen Himmel, als wolle er sich göttliche Kraft erflehen, undmurmelte einige Worte, von denen nur die letzten verständlichwaren: „Du hast gesagt, dein Volk soll willig sein am Tagedeiner Macht."
Der Herzog von Lauderdale warf seine Blicke in der Raths-versammlung umher, als wolle er Stimmen sammeln, undihre stummen Zeichen verstehend, winkte er dem Henker, dersogleich den Hammer auf den Keil trieb, was den entsetzlich-sten Schmerz verursachte, und was man auch an der Röthemerkte, welche sich sogleich auf Stirn' und Wange des Leiden-den zeigte. Wiederum erhob der Henker seine Waffe und warbereit den zweiten Schlag zu versehen.
„Wollt Ihr jetzt sagen, wann und wo Ihr zum letztenMale John Balfour von Burley gesehen?" wiederholte derHerzog von Lauderdale.
„Ihr habt meine Antwort," sagte der Gefolterte entschlos-sen, und der zweite Schlag fiel. Der dritte und vierte folgte,aber beim fünften, als ein stärkerer Keil hineingelegt worden,stieß der Gefangene einen krampfhaften Schrei aus.
Morton, dem beim Anblick solcher Grausamkeit das Blutin den Adern kochte, konnte nicht länger an sich halten, und