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11 (1851) Die Schwärmer
Entstehung
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mit grimmig verzerrten Zügen an einem eichenen Tische, aufwelchem Daumenschrauben und die sogenannten schottischenStiefel lagen, womit in jenen tyrannischen Zeiten die Ange-klagten gefoltert wurden. Morton, der auf diese furchtbareErscheinung nicht gefaßt war, schauderte zusammen; MacbriarsNerven aber waren fester.

Ruhig blickte er auf die entsetzliche Zurüstung, und wenndie Natur auch zum zweiten Male das Blut aus seinen Wan-gen trieb, so wurden sie doch bald wieder von seiner Ent-schlossenheit geröthet.

..Wißt Ihr, wer das ist?" fragte Lauderdale mit ernster,aber ganz leiser Stimme.

..Vermuthlich ist's der schänAiche Vollstrecker Eurer blut-dürstigen Befehle gegen die Männer Gottes," sagte Macbriar.Aber sowohl er als Ihr seid unter meiner Würde, und Gott-lob, ich fürchte eben so wenig, was er mir anthun, als wasIhr befehlen könnt. Fleisch und Blut mögen schaudern un-ter den Leiden, die Ihr über mich verhängt, und die gebrech-liche Natur mag Thränen vergießen oder laut aufschreien;aber meine Seele, hoff' ich, liegt fest geankert am Felsen derEwigkeit.

Thut Eure Pflicht!" sagte der Herzog zum Henker. DerMann trat vor und fragte mit rauher, heiserer Stimme, anwelches Glied des Gefangenen er zuerst das Instrument an-setzen solle?

Laßt ihn selbst wählen!" sagte der Herzog;ich will ihmgern in jeder billige» Sache gefällig sein."

Da Ihr es mir überlaßt," sagte der Gefangene, undstreckte das rechte Bein aus,so nehmt das Beste gernweih' ich es der Sache, für die ich leide."

Der Nachrichter schloß nun mit seinen Gesellen das Bein