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„Kind! Kind!" sagte sie zu Cuddie, als sic an seinem Halsehing. „Froh und stolz, betrübt und gedemüthigt bin ich zu-gleich, daß ich mein Kind hingchen sehe, vor dem hohen RathZeugniß abzulcgen mit dem Munde, wie er mit seiner Waffethat im Felde."
„Still, still, Mutter!" rief Cuddie ungeduldig. „Ihr thö-richtes Weib, ist jetzt die Zeit von solchen Dingen zu reden?Ich sag' Euch, ich werde nicht Zeugniß ablegen, weder so,noch so. Ich Hab' mit Herrn Pfundtext gesprochen, und willdie Erklärung annehmen, wie sie das Ding nennen, und sogehen wir frei ans, — er hat sich und seinen Leuten dasLeben gerettet, und das ist ein Geistlicher aus dem Fundament.Ich mag keine von Euren Predigten, die sich mit einem Psalmauf dem „Grasmarkt" endigen."
„O Cuddie," rief die alte Mause, wankend im Wunsche,die Seele oder den Leib ihres Sohnes zu retten, „es wirdmir weh thun, wenn sie Dir ein Leides zufügen. Aber be-denke, liebes Kind, Du hast gekämpft für den Glauben, laßDich nicht abziehen vom schönen Kampfe des Glaubens wegender Furcht, das Irdische zu verlieren."
„So schweigt doch, Mutter," erwiederte Cuddie; „ich Hab'schon genug gekämpft und jetzt Hab' ich's dick; Hab' mich langegenug mit allen Waffen herumgcschlagen, mit Musketen, Pi-stolen, Panzern und Büffelwämsern, aber den Pflug Hab' ichdoch lieber. Ich weiß gar nicht, warum Einer fechten soll,(das heißt, wenn er nicht zornig ist,) es sei denn, wenn manihm droht, gehangen zu werden, wenn er ausreißt."
„Aber mein lieber Cuddie," fuhr die beharrliche Mausefort, „dein bräutlich Gewand — O Kind, beflecke nicht deinHvchzeitkleid!"