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11 (1851) Die Schwärmer
Entstehung
Seite
63
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erschüttert sank er in den Sessel, bis Cuddies Stimme denBetäubten erweckte.

Gott sei uns gnädig, Herr!" rief der arme Junge, undseine Zähne klapperten wie Nußknacker, seine Haare standenzu Berge und sein Gesicht war leichenblaßGott sei unsgnädig, Herr! wir müssen sogleich vor den hohen Rath!Ach Gott, was wollen von mir armen Teufel so schmuckeHerren und Edelleute! Und da ist meine Mutter gekom-men von Glasgow, um zu sehen, wie ich Zeugniß ablege, dasheißt, wie ich bekenne und gehangen werde. Aber hol' michder Teufel, wenn der Cuddie so viehdnmm ist, sobald er'sbesser haben kann. Doch hier ist Claverhouse selbst derHerr vergebt uns unsere Sünden, mehr sag' ich nicht."

Ihr müßt augenblicklich vor den hohen Rath, Herr Mor-ton," sagte Claverhouse, der indeß eingetreten war.EuerDiener muß mit Euch. Für Euch selbst habt Ihr nichts zufürchten; aber ich sag' cs Euch zum Voraus, Ihr werdet Et-was sehen, was Euch schmerzlich berühren wird und was ichEuch gern erspart hätte, wenn es in meiner Macht gewesen.Mein Wagen wartet wollen wir?"

Man kann sich leicht denken, daß Morton gegen diese Ein-ladung nichts einzuwenden wagte, so unangenehm sie ihmauch war. Er stand auf und begleitete Claverhouse.Ichmuß Euch sagen," begann dieser, als er die Treppe hinabging.»Ihr kommt wohlfeil weg, eben so Euer Diener, wenn ernur das Maul hält."

Cuddie horte diese letzten Worte mit der größten Freude.

Ich will mich schon meiner Haut wehren," sagte er,wennsich die Mutter nur nicht drein mischt."

In diesem Augenblicke faßte ihn die alte Mause an derSchulter; denn sic hatte sich in's Vorzimmer gedrängt.