zens soll erfüllt werden zu Deinem Verderben, und die Hoff-nung Deines Stolzes soll Dich vernichten. Ich lade Dich,John Grahame, vor Gottes Richterstnhle zu erscheinen, undRechenschaft abzulegen wegen des unschuldigen Blutes, so Duin Strömen vergossen hast!"
Er fnhr mit der Rechten über sein blutiges Gesicht undstreckte sie gen Himmel, als er folgende Worte mit lauterStimme sprach: „Wie lange, o Herr, Du Heiliger und Wahr-haftiger, säumst Du, Gericht zu halten und zu rächen dasBlut Deiner Heiligen?"
Mit dem letzten Worte fiel er rückwärts hin, ohne einenVersuch, sich zu halten, und ehe sein Haupt den Boden be-rührte, war er todt.
Morton war ergriffen von dieser außerordentlichen Sceneund der Prophezeihung des Sterbenden, die so wundersammit dem Wunsch zusammentraf, den Claverhouse soeben aus-gesprochen hatte. Zwei Dragoner, die sich im Zimmer befan-den, zeigten doch, so verhärtet und gewohnt sie auch an solcheScenen waren, große Bestürzung über die plötzliche Erschei-nung, die Worte und das Ende des Mannes. Claverhouseallein blieb unbewegt. Im ersten Augenblicke hatte er zwarnach der Pistole gegriffen, alS er aber den Zustand des Un-glücklichen sah, legte er sie wieder hin und hörte mit großerFassung die Ansrufungen des Sterbenden an.
Als dieser niedergesunken war, fragte Claverhouse gleich-gültig: „Wie kam denn der Bursche her? — Sprich, Maul-affe!" fuhr er zum nächsten Dragoner gewendet fort; „sprich,wenn ich Dich nicht für eine Memme halten soll, die sich voreinem Sterbenden fürchtet."
Der Dragoner bekreuzte sich und erwiederte mit bebenderStimme: sie hätten ihn nicht bemerkt, als sie die andern Leichen