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Dies ist der Sabbath, und unsere Hand soll nicht über Dirsein, Dein Blut zu vergießen an diesem Tage. Aber wenndie zwölfte Stunde schlägt, so ist's ein Zeichen, daß DeineZeit abgelanfen ist- Darum benutze die Spanne, denn sleentflieht schnell. — Ergreift den Gefangenen, meine Brüder,und nehmt sei» Schwert von ihm."
Dieser Befehl ward so unerwartet gegeben und so plötz-lich von Denen vollzogen, die hinter und neben Morton ge-treten waren, daß er sich überwältigt und entwaffnet sah,che er wirksamen Widerstand leisten konnte- Hierauf entstandeine Todtenstillc. Die Fanatiker setzten sich rings um einengroßen eichene» Tisch und nahmen Morton in ihre Mitte, sodaß er der Uhr gegenüber saß, die seine letzte Stunde schla-gen sollte. Speise wurde ihnen vorgeseht, von der sie ihremerlesenen Opfer einen Thcil anboten; aber dazu hatte er na-türlich keinen Appetit. Nach dem Mahle nahmen die Schwär-mer ihre Andachtsübungen wieder vor, und Macbriar betetemit glühendem Eifer, von der Gottheit ein Zeichen zu erfle-hen, daß das blutige Opfer, welches sie bringen wollten, ihrangenehm sei. Alle waren ganz Auge und Ohr, um Etwaszu sehen oder zu hören, das sich als ein Zeichen des Wohl-gefallens könne deuten lassen, und sie richteten immer wiederdie dnstcrn Blicke auf das Zifferblatt, um dem Zeiger zu fol-gen, wie er sich langsam dem blutige» Augenblicke näherte.
Mortons Auge nahm häufig dieselbe Richtung, von demtraurigen Gedanken ergriffen, daß keine Möglichkeit vorhan-den sei, sein Lebe» über den winzigen Raum hinaus verlän-gert zu sehen, den der Zeiger noch bis zur unseligen Stundezu durchlaufen hatte- Treue in seiner Religion, festes uner-schütterliches Ehrgefühl und das Bewußtsein seiner Unschuldsetzten ihn in den Stand, diesen schrecklichen Zwischenraum