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zu übergeben, und die Damen und den Major dem Feinde zuüberantworten. Lord Evandale schien anfangs überrascht undetwas ungläubig, bald darauf aber tief ergriffen.
„Was ist zu thun?" fragte er- — „Wie ist dies Unglückabzuwenden?"
„Hort, Mylord!" sagte Morton. „Ich glaube, Ihr werdetnicht abgeneigt sein, den Oelzweig zu tragen zwischen unsermHerrn, dem König, und jenen Unterthanen, die nicht ausfreier Wahl, sondern nothgedrungen jetzt unter Waffen stehen."
„Ihr beurtheilt mich ganz richtig," sagte Lord Evandale;„aber wozu soll das führen?"
„Erlaubt, Mylord!" fuhr Morton fort. „Ich sehe Euchin Freiheit auf Ehrenwort; ja, Ihr sollt in's Schloß zurück-kehren und freies Geleit haben für die Damen, den Majorund Alle, die das Schloß verlassen, mit der Bedingung un-verzüglicher Uebergabe. Ihr unterwerft Euch hierin nur derNothwcndigkeit; denn bei einer Meuterei unter der Besatzungund ohne Lebensmittel ist es unmöglich, einen Tag längerden Platz zu vertheidigc». Diejenigen aber, die Euch nichtfolgen wollen, müssen ihr Loos erwarten. Ihr sollt nebstEuren Gefährten freies Geleite nach Edinburg haben, oderwo sich sonst der Herzog von Monmouth aufhält. Für EureFreiheit werdet Ihr, wie wir hoffen, Sr. Gnaden, als Ge-nerallieutenant des Königreichs, diese untcrthänige Bittschriftund Vorstellung übergeben, welche die Beschwerden enthält,wodurch der Aufstand veranlaßt worden ist; wird Abhülfezugestanden, so verbürge ich mein Haupt, daß der größte Theilder Insurgenten die Waffen niederlegt."
Lord Evandale las die Schrift aufmerksam durch.
„Herr Morton," sagte er, „nach meiner geringen Einsichtkann man gegen diese Maßregeln wenig einwenden; ja, ich