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war davor errichtet, daß er von den Mauern des Schlossesgesehen werden konnte, wodurch der Bericht der Frau Wilsoneine traurige Bestätigung erhielt. Morton verlangte sogleichmit Burley zu sprechen und wurde in dessen Quartier gewie-sen. Sie fanden ihn in der Bibel lesend; seine Waffen lagenihm aber zur Seite, als sei er eines plötzlichen Angriffs ge-wärtig. Als seine Gefährten eintraten, fuhr er auf.
„Was hat Euch hergeführt?" sagte er hastig. „Habt Ihrschlimme Nachrichten vom Heere?"
„Nein," erwiederte Morton; „aber wir hören, daß hierein Schritt geschehen soll, der ssch mit der Sicherheit des Heeresnicht wohl verträgt. — Lord Evandale ist Euer Gefangener?"
„Der Herr hat ihn unfern Händen überliefert," antworteteBurley.
„Und Ihr wollt diesen vom Himmel gewährten Vortheilbenutzen, um unsere Sache in den Augen der Welt zu ent-ehren, indem Ihr den Gefangenen einem schmachvollen Todpreisgebt?"
„Wenn ssch das Schloß Tillietudlem uns nicht mit Tages-anbruch ergibt," entgegnete Burley, „so thu' mir Gott dasselbeund noch mehr, wenn er nicht den Tod stirbt, den sein An-führer und Vorbild, John Grahame von Claverhouse, so vielHeilige Gottes hat dulden lassen."
„Wir sind in Waffen," erwiederte Morton, „um solcheGrausamkeiten zu vertilgen, nicht sie nachzuahmen, noch weitweniger die Thaten der Schuldigen an dem Unschuldigen zurächen. Durch welches Gesetz könnt Ihr die Grausamkeit recht-fertigen, die Ihr zu begehen im Begriff seid?"
„Wenn Dn cs nicht weißt," antwortete Burley, „so wirddoch wohl Dein Gefährte das Gesetz kennen, das die Männervon Jericho dem Schwerte Josua's, des Sohnes Nun, preisgab."