124
so waren sie gcnöthigt sich zurückznzichen, doch nicht, ohnevorher mit ihren Aexten das Pfahlwerk niederznschlagen, da-mit die Vertheidiger es nicht wieder besehen könnten.
Balfonr war der Letzte, der sich zurückzog. Er blieb sogarnoch eine Weile allein zuruck und arbeitete mit der Art in derHand, wie ein Pionier, mitten unter einem Regen von Ku-geln, von denen viele eigens gegen ihn gerichtet waren. Nichtohne beträchtlichen Verlust erstrebte er den Rückzug seinerSchaar und die localen Bortheile der Belagerten dienten ihmso zur strengen Belehrung. Der nächste Angriff der Covenanterwurde mit mehr Vorsicht gemacht. Eine starke AbtheilungSchützen (von denen sich viele beim Vogelschießen um den Preisbeworben) schlich sich unter Heinrich Mortons Befehl durchdas Gehölz, wo sie den besten Schutz fand, vermied die offeneStraße, bahnte sich durch Busch und Bäume und irber Felsenhin den Weg nach einer Stellung, von der sie, ohne allzusehrdem feindlichen Feuer ausgesetzt zu sein, die zweite Verschan-zung von der Seite bestreichen konnte, während Bnrley sie miteinem zweiten Angriff in der Fronte bedrohte. Die Belagertensahen die Gefahr dieser Bewegung und suchten die Annäherungder Schützen zu verhindern, indem sie auf jeden Punkt, wo siesich zeigten, heftig feuerten. Die Angreifcndcn dagegen verrie-thcn große Kaltblütigkeit, Mnth und Einsicht in der Art, wiesie sich den Verschanzungcn näherten. Dies war hauptsäch-lich der Standhaftigkeit und umsichtigen Leitung ihres jungenAnführers zuznschrciben, der eben so viel Geschicklichkeit zeigte,die Seinigen zu decken, als dem Feinde zu schaden.
Er schärfte unablässig seinen Schützen ein, hauptsächlichauf die Rothröcke zu schießen, die übrigen Vertheidiger aberund besonders das Leben des alten Majors zu schonen, der inseinem Eifer sich mehr als ein Mal so der Gefahr aussetzte, daß