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„Auf Ehre, Major Bellenden, es hat mir schon oft geschie-nen, daß unsere Staatsmänner und Prälaten die Sache inunserem Lande bis auf's Aeußerste getrieben und sich durchviele Gewaltthätigkeitcn nicht bloß die niedern Klaffen ent-fremdet haben, sondern auch Diejenigen in den hoher« Stän-den, welche weder Parteigeist noch das Streben um Hofgunstan ihre Fahnen fesselt."
„Ich bin kein Politiker," antwortete der Major, „undverstehe nichts von spitzfindigen Distinctionen. Mein Schwertgehört dem König, und wenn er befiehlt, so zieh' ich es fürseine Sache."
„Hoffentlich werdet Ihr finden, daß ich nicht hinter Euchzurückstehe," antwortete der junge Lord; „obgleich ich herzlichwünsche, daß die Feinde Ausländer wären. Indessen ist jetztnicht Zeit, die Sache zu besprechen; denn dort kommen sieund wir müssen uns nach Kräften vertheidigen."
Bei diesen Worten zeigte sich der Vortrab der Insurgen-ten auf dem Wege, der sich über den Hügel zog und demSchlosse gegenüber herabsenkte. Sie kamen jedoch nicht herab,denn es entging ihnen nicht, daß sich ihre Reihen dadurch demGeschütz der Veste aussehen würden. Aber ihre Anzahl, dieAnfangs nur gering schien, vergrößerte sich immer mehr, undwenn man die Masse, welche auf dem Wege hinter dem Hü-gel stand, nach der Dichtigkeit der Fronte schätzte, die sich aufder Spitze des Hügels zeigte, so mußte ihre Stärke beträcht-lich sein. Auf beiden Seite» entstand eine ängstliche Panse,und während die unstätcn Reihen der Covenanter in Bewe-gung geriethen, als würden sie von hinten gedrängt, oder alswüßten sie nicht, wohin sie sich zu wenden hätten, gewährtenihre in der Sonne blitzenden, mannigfaltigen Waffen einenmalerischen Anblick. Die mit Piken, Hellebarden, Musketen