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ausgenommen, schien bei der Vertheidigung eines so festenPlatzes gegen solche Angreifer fast nichts zu fürchten.
Mit Tagesanbruch waren Lord Evandale und Major Bel-lenden wieder ans den Mauern, untersuchten genau die getrof-fenen Anstalten und erwarteten höchst gespannt die Annähe-rung des Feindes. Es muß noch bemerkt werden, daß inzwi-schen die Berichte der Kundschafter regelmäßig erstattet worden.Aber der Major nahm den Bericht, daß Morton gegen die Regie-rung die Waffen ergriffen, mit wegwerfender Verachtung auf.
„Ich kenne den Jungen besser," war die einzige Antwort,deren er die Nachricht würdigte. „Die Bursche haben sichnicht nahe genug gewagt, haben sich durch irgend eine Aehn-lichkcit täuschen, oder sonst ein Mährchen aufbinden lassen."
„Da bin ich nicht Eurer Meinung, Major," antworteteLord Evandale; „ich glaube, Ihr werdet den jungen Mannan der Spitze der Insurgenten sehen, und obgleich es mirherzlich leid ist, werd' ich doch eben nicht darüber erstaunen."
„Ihr seid just,so schlimm wie Clavcrhouse," sagte derMajor; „der behauptete mir gestern früh in's Gesicht, derjunge Mensch, der so hoch- und edelgesinnt ist, als ich je Ei-nen gekannt, brauche nur eine Gelegenheit, um an die Spitzeder Rebellen zu treten."
„Erwägt man die Behandlung, die er erduldet und denVerdacht, der auf ihm lastet," sagt: Lord Evandale, „welcherWeg bleibt ihm noch offen? Was mich betrifft, so weiß ichnicht, ob er mehr Tadel oder Mitleid verdient."
„Tadel, Mylord? — Mitleid?" wiederholte der Majorerstaunt. „Er verdiente den Galgen, das ist Alles; und wäreer mein eigener Sohn, ich würde ihn mit Vergnügen hangensehen. — Tadel? Wahrhaftig! Aber das kann unmöglichEure Meinung sein, Mylord."
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