„Still, Ephraim!" sagte Burley; „bedenkt, es ist unreinKnabe in Windeln- — Höre auf mich, Morton; ich will mitDir reden in der weltlichen Sprache jener fleischlichen Ver-nunft, welche bis jetzt noch Deine blinde, unvollkommeneFührern; ist. Was ist's, wofür Du Dein Schwert zu ziehenbereit bist? Ist es nicht, daß Kirche und Staat verbessertwerden durch die freie Stimme eines freien Parlaments, unddurch solche Gesetze, die in Zukunft die ausübende Gewalthindern, Blut zu vergießen, die Menschen zu martern undeinzukerkern, Güter einzuzichen und das Gewissen der Bür-ger mit Füßen zu treten nach sündhafter Willkür?"
„Allerdings" — versetzte Morton — „halte ich das fürrechtmäßige Ursachen zum Kriege, und dafür will ich fechten,so lange ich noch ein Schwert lenken kann."
„Ja," sagte Macbriar, „aber Ihr behandelt diese Sachezu gelind, und mein Gewissen erlaubt mir nicht, die Ursachendes göttlichen Zornes zu schminken oder zu übertünchen-"
„Still, Ephraim Macbriar!" unterbrach ihn Burley aber-mals.
„Ich will nicht still sein," sagte der junge Mann. „Istes nicht die Sache meines Meisters, der mich gesandt hat?Ist es nicht eine profane, erastinianische Zerstörung seinesAnsehens, eine Anmaßung seiner Gewalt, eine Verleugnungseines Namens, den König oder das Parlament an seineStelle zu sehen, als Meister und Lenker seines Haushalts,als den ehebrecherischen Gemahl seiner Verlobten?"
„Ihr sprecht gut, aber nicht klug," sagte Burley, ihn aufdie Seite ziehend. „Eure eignen Ohren haben diese Nacht imRathe vernommen, wie dieser zerstreute Ueberrest zertheilt undzerrissen ist, und Ihr wollt nun einen Vorwand der Trennungzwischen sie bringen? Wollt Ihr eine Mauer aufführen mit