Druckschrift 
11 (1851) Die Schwärmer
Entstehung
Seite
67
Einzelbild herunterladen
 

67

auf die Loyalität oder den Glaubenseifcr der Aufgefordertenso fest verlassen, daß sie hätte hoffen können, die Leute wür-den sich freiwillig ihres Eigenthums begeben. So wußten diearmen Leute nicht, auf welche Seite sie sich neigen sollten, unddie Wahrheit zu sagen, Manche wandten sich auf mehr denneine Seite.

Diese kitzlichen Zeiten können den Gescheidtesten von unsaus dem Concepte bringen," sagte Niel Blaue, der kluge Bier-wirth;aber nur hübsch ruhig, hübsch ruhig. Jenny, wieviel Mehl ist auf dem Speicher?"

Vier Scheffel Hafermehl, zwei Scheffel Gerstcnmehl undzwei Scheffel Erbsenmehl," war Jenny's Antwort.

Gut, Kind," fuhr Niel Blane mit einem tiefen Seufzerfort;Bauldin soll das Erbsen- und Gerstenmehl in'S Lagervon Drnmclog bringen er ist ein Whig und war der altenMeierin Ackerknecht die Kuchen von solchem Gemengsel wer-den ihren bäurischen Magen schon bekommen. Er muß sa-gen, es sei die letzte Unze Mehl im Hause, oder, wenn er'snicht über's Gewissen bringt, zu lügen, doch das ist nichtwahrscheinlich; denn es geschieht ja zum Besten des Hauses, so mag er warten, bis Duncan Glen, der alte versoffeneReitknecht, das Hafermehl nach Tillietudlem bringt, nebst mei-nem unterthänigsten Empfehl an die Lady und den Major,und ich hätte nicht mehr so viel, um mir eine Suppe davonzu kochen; und wenn Duncan seine Sache gut macht, so kriegter ein Glas Whisky, daß ihm die blaue Flamme aus demMunde schlagen soll."

Aber was sollen wir denn selbst essen, Vater," fragte Jenny,wenn wir alles Mehl fortschicken, das im Kasten und aufdem Speicher ist?"

Wir müssen uns ein Weilchen mit Weizenmehl begnü-