Lebensmittel holen, als Ihr bekommen könnt. Wir dürfen kei-nen Augenblick verlieren- — Thätet Ihr nicht besser, mit Edith»nach Charnwood zu gehen, Schwester, so lange wir Euch nochdahin senden können?"
„Nein, Bruder," sagte Lady Margaretha sehr bleich, abermit großer Fassung; „weil Ihr denn dies alte Schloß ver-theidigen wollt, so will ich mein Schicksal darin erharren. Zwei-mal in meinem Leben bin ich daraus entflohen und Hab' esimmer von den Besten und Tapfersten verlassen wiedcrge-funden; darum will ich jetzt hier bleiben und meine Pilger-schaft darin enden."
„Am Ende ist es auch das Sicherste für Edith« und Euch,"sagte der Major; „denn die Whigs werden wohl auf der gan-zen Strecke zwischen hier und Glasgow aufstehen, und so würdeEure Reise oder Euer Aufenthalt zu Charnwood unsicher sein."
„So sei es denn," sagte Lady Margaretha, „und ich über-gebe Euch, mein thcurer Bruder, als dem nächsten Verwand-ten meines seligen Ehemannes, durch dieses Sinnbild — (hier-mit übergab sie ihm den ehrwürdigen Stock mit goldenemKnopfe des verstorbenen Grafen von Torwood) — die Herr-schaft, Regierung und das Seneschallamt meines SchlossesTillietudlem sammt allen Zubchörungen, mit der vollen Ge-walt zu tödten, zu schlagen und zu verdammen diejenigen,so dieselben angreifen, gleichwie ich selbst die Macht dazu habe.Und ich versehe mich zu Euch, daß Ihr es so vertheidigenwerdet, wie ein Haus es werth ist, in welchem Seine Aller-gnädigste Majestät nicht verschmäht hat-"
„Still, Schwester," unterbrach der Major, «wir habenjetzt wahrlich keine Zeit, von dem König und seinem Frühstückzu sprechen."
Mit diesen Worten verließ er schnell das Zimmer und eilte