33
Dragoner, der noch einigermaßen Ordnung hielt, unterhalbder Anhöhe hin, auf deren Spitze sich der erwähnte Stein-hügel befand. Sie verriethen alle Hast und Verwirrung eineserzwungenen Rückzuges, hielten sich aber immer noch zusam-men. Claverhouse führte den Vortrab; sein entblößtes Schwert,sein Gesicht und seine Kleidung waren mit Blut befleckt. Seinblutbesprihtes Pferd drohte vor Schwäche nmzusinken. LordEvandalc, der sich in nicht viel besseren Umständen befand,war beim Nachtrab, und ermahnte noch immer die Soldaten,zusammenzuhaltcn und nichts zu fürchten. Mehrere warenverwundet und Einige stürzten vom Pferde, als sie den Hü-gel hinan ritten.
Mauses Eifer brach bei diesem Anblick noch ein Mal aus,und wie sie so auf der Haide unbedeckten Hauptes stand undihre grauen Haare im Winde flatterten, war sie kein schlechtesBild einer alten Bacchantin oder einer theffalischen Hexe inden Verzückungen der Seherkraft. Sie entdeckte bald Claver-house an der Spitze der Flüchtigen und rief mit bitterem Hohn:„Wartet! Wartet! Ihr wolltet ja immer sein bei den Ver-sammlungen der Heiligen und auf jedem Moor von Schott-land herumreiten, um ein Conventikel aufzufinden. Willst Dujetzt nicht warten, da Du ein solches gefunden? Willst Du nichtwarten und noch ein Wort hören? Willst Du nicht die Nach-mittagsprcdigt hören? — Wehe über Euch!« sagte sie mitplötzlich verändertem Tone, „mögen die Sehnen des Rosseszerschnitten werden, dessen Schnelligkeit Du vertrauest. Fort!— Fort! Du hast so viel Blut vergossen und jetzt willst Dudas Deinige retten — fort mit Dir, Du spottender Rabsakeh,Du fluchender Simei, Du blutdürstiger Doeg, — das Schwertist gezückt und wird Dich dald erreichen, reite so schnell Dnwillst!"
Die Schwärmer. II. Z