Druckschrift 
11 (1851) Die Schwärmer
Entstehung
Seite
29
Einzelbild herunterladen
 

O, Ihr Herren," rief Mause,das ist in der That einherrlicher Anblick! Mein Geist ist wie der des gesegnetenElihu, er brennt in mir. Meine Eingeweide sind wie Wein,der Luft begehrt sie wollen zerspringen, wie neugefüllteFlaschen. O, daß er ans sein Volk sehe, am Tage des Ge-richts und der Erlösung! Und nun, was fehlt Dir, Duköstlicher Gabriel Pauker? Ich sage, was fehlt Dir nun, derDu ein Nazarener warst, reiner denn Schnee, weißer dennMilch, röthlicher als Sulphir (vielleicht meinte sie Saphir)Ich sage, was fehlt Dir jetzt, daß Du schwärzer bist als eineKohle, daß Deine Schönheit hingeschwunden, und Deine Lieb-lichkeit dahin gewelkt, wie ein dürrer Scherben? Wahrlich,jetzt ist es an der Zeit, aufzustehen und zu handeln, laut zuschreien, und nicht zu schonen, und zu kämpfen für das armeVolk da unten, das da Zcugniß ableget mit seinem eigenenBlute uud dem Blute seiner Feinde."

Diese Aenßerung enthielt einen Vorwurf gegen HerrnPauker, der, zwar ein achter Donnerer auf der Kanzel, fernvom Feinde, und wie wir gesehen haben, auch wenn er sichin ihrer Gewalt befand, hartnäckig sein konnte, aber jetztwar er durch das Schießen, Geschrei und Getöse, das ausdem Thal schallte, ganz betäubt, und, wie mancher andererechtschaffene Mann in einer Lage, wo er weder fechten nochfliehen konnte zu sehr niedergeschlagen, um die günstigeGelegenheit zu benutzen, und die Schrecken des Presbyteriumszu entwickeln, wie die muthige Mause sich zu ihm versehenhatte, oder nur für den glücklichen Ausgang des Kampfes zubeten. Indessen war seine Geistesgegenwart eben so weniggänzlich verschwunden, als die Sorge für seinen Ruf als rei-ner und gewaltiger Prediger des Wortes.

Schweigt, o Weib!" sagte er,und stört nicht meine