sah, und wohl wußte, daß seine Mannschaft, obgleich größeran Zahl, sich in Führung der Waffen und im Reiten nichtmit Jenen messen konnte, warf sich Bothwell in den Weg,und griff ihn persönlich an. Jeder der Kämpfenden ward alsVerfechter seiner eigenen Partei angesehen, und cs gab eineScene, die sich mehr in Romanen, als in der wirklichen Ge-schichte findet. Die Reiter von beiden Seiten stellten nämlichdas Gefecht ein, und sahen auf die Anführer, als ob dasSchicksal des Tages von dem Ausgange dieses Zweikampfesabhinge. Die Kämpfenden schienen selbst dieser Meinung zusein; denn nachdem sie einige heftige Stöße und Hiebe ge-wechselt, hielten sie, wie in Folge einer Abrede, an, um Athemzujjholen und sich wieder zu dem Zweikampf zu rüsten, wobeisich Jeder seinen Mann gefunden zu haben bewußt war.
„Ihr seid der mörderische Schurke Burley," sagte Both-well, sein Schwert kräftig fassend und die Zähne zusammen-beißend — „ein Mal bist Du uns entgangen, aber — (hierthat er einen Schwur, zu furchtbar, um niedergeschrieben zuwerden) — Dein Kopf wird mit Silber ausgewogen, und ichbringe ihn an meinem Sattelknopfe heim, oder mein Sattelkommt ohne mich."
„Ja," erwiederte Burley mit ernststrenger Fassung, „ja, ichbin jener John Balfour, der versprach, Deinen Kopf dahinzu legen, wo Du ihn nicht wieder anfheben sollst, und Gottthue mir desgleichen, und noch mehr, wenn ich nicht meinWort löse."
„Also ein Bett auf der Haide, oder tausend Mark!" sagteBothwell, mit voller Kraft einen Hieb auf Burley führend.
„Das Schwert des Herrn und Gideons!" antworteteBalfour, indem er den Hieb parirte und ihn erwiederte.
Selten sind wohl zwei Kämpfer aufeinander gestoßen von