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11 (1851) Die Schwärmer
Entstehung
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Eures Königs und Vaterlandes zu steigen, so sei es Eure ersteSorge, alle Eure Leidenschaften, Neigungen und Gefühle demallgemeinen Wohle und der Erfüllung Eurer Pflicht aufzu-opfern. Das find keine Zeiten, wo man dem Geschwätz derGraubärte, oder den Thränen alberner Weiber heilsame strengeMaßregeln opfert, welche zu ergreifen uns manchfache Ge-fahr antreibt. Und bedenkt, daß wen» ich auch in Rücksicht aufEuren dringenden Wunsch Euch in diesem Pnnkte nachgcbe,meine jetzige Gefälligkeit mich von künftigen Gesuchen ähnlicherArt befreien muß "

Mit diesen Worten trat er an den Tisch, und heftete seineAugen fest aus Morton, als ob er beobachten wolle, welcheWirkung die Pause eines schrecklichen Schwankens zwischenTod und Leben, das alle Umstehenden mit Schauer und Ent-setzen erfüllte, auf den Gefangenen selbst hervorgebracht. Mor-ton behauptete eine Standhaftigkeit, welche nur ein Gemüth,das auf Erden nichts mehr zu lieben oder zu hoffen hat, ineinem solchen Augenblicke zeigen kann.

Seht Ihr ihn?" sagte Clavcrhouse halb leise zu Evan-dale;er schwankt auf der Grcnzscheide zwischen Zeit und Ewig-keit, in einer Lage, die gräßlicher ist, als die schrecklichste Ge-wißheit, und doch ist seine Wange allein nicht erbleicht, seinAuge das einzig ruhige, sein Herz allein das feste, seine Ner-ven die einzigen, die nicht beben. Betrachtet ihn genau, Evan-dale. Wenn dieser Mensch einst an der Spitze eines Re-bellcnheeres steht, seid Ihr schwer verantwortlich für das heu-tige Morgenwerk." Darauf sprach er laut:Junger Mann,auf die Fürbitte Eurer Freunde seid Ihr für den Augenblickgerettet. - Bringt ihn fort, Bothwell, laßt ihn gehörig be-wachen, und mit den andern Gefangenen weiter schaffen."

Wenn mein Leben," sagte Morton, durch den Gedanken