eines rebellischen, und sollt nicht sterben wie ein Hund; dieseSchmach will ich Euch sparen."
„Wie ich auch sterben mag," crwiederte Morton; „ichwerde wie der Sohn eines Biedermannes sterben; und dieSchmach, von der Ihr redet, wird auf die fallen, welche un-schuldig Blut vergießen."
„Nun, so schließt Eure Rechnung mit dem Himmel binnenfünf Minuten. — Bothwell, führt ihn in den Hof; EureLeute sollen sich bereit halten."
Diese schreckliche Unterredung und ihr Ausgang hatte al-len Anwesenden ein stummes Entsetzen eingeflößt. Bald aberbrachen sie in Geschrei und Klagen aus. Die alte Lady,welche, trotz aller Vorurtheile ihres Standes und ihrer Par-tei, die Gefühle ihres Geschlechts nicht abgelegt hatte, erhobeine laute Fürbitte.
„Ach, Obrist Grahame," rief sie, „schont sein jungesBlut! Ueberlaßt ihn dem Gesetze — aber vergeltet nichtmeine Gastfreundschaft damit, daß Ihr Menschenblut aufmeiner Schwelle vergießet."
„Obrist Grahame," sagte Major Bellenden, „Ihr werdetdiese Gewaltthat verantworten müssen. Glaubt nicht, weilich so alt und kraftlos bin, daß ich ungestraft den Sohn mei-nes Freundes vor meinen Augen hinmorden lasse. Ich kannFreunde finden, die Euch dafür zur Rechenschaft ziehen "
„Seid ganz ruhig, Major Bellenden; ich werde es ver-antworten," entgegnete Claverhouse ohne die mindeste Bewe-gung, „und Ihr, gnädige Frau, erspart mir die Unannehm-lichkeit, diese dringende Verwendung für einen Verrätherunbeachtet zu lassen, und bedenkt das edle Blut Eures Hau-ses, das durch solche Menschen, wie er, geflossen ist."
„Obrist Grahame," crwiederte die Lady vor Angst zitternd,